Heilerinnen im Mittelalter

 
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Heilerinnen im Mittelalter
Das verlorene Wissen der Frauen

von Annerose und Jörg-Rüdiger Sieck

gebunden, 128 Seiten

Buchrückentext:

Seit Menschengedenken hüten Frauen die Geheimnisse um das Wohl des Menschen: Sie waren Pflegerinnen, Ratgeberinnen, Hebammen und Heilkundige in einer Person und genosse hohes Ansehen. Sie kannten sich mit Heilkräutern aus, wussten die besten Standorte seltener und begehrter Exemplare und waren damit vertraut, wann gepflückt werden mussste, damit diese ihre magische Kraft am besten entfalten konnten. Als Hebammen beherrschen sie die Möglickeiten der Geburtenkontrolle und wussten um die natürlichen Mittel zur Abtreibung oder Schwangerschafsverhütung. Weise Frauen hiessen sie im Volksmund.

Die "Ärztinnen des Volkes" waren im Mittelalter die wichtigsten Ansprechpartner, wenn es um Krankheit, Liebskummer oder ums Kinderkriegen ging. Ihnen vertraute man mehr als den männlichen Ärzten, meist Kleriker, denen es umtersagt war, sich mit dem Frauenkörper intensiv zu beschäftigen. Der Glaube an die Kraft der Natur und das Vertrauen in die heilende Wirkung der Kräuter - und nicht in den christlichen Grott - wurde vielen Frauen zum Verhängnis. Sie wurden der Ketzerei verdächtigt, und ihre Heilkunst, weil undurchsichtig, galt als Hexenwerk. Im Zuge der Hexenverfolgungen gerieten sie wie viele andere in Misskredit und waren zum Teil grausamen Verfolgungen ausgesetzt.

Annerose und Jörg-Rüdiger Sieck begeben sich auf Spurensuche nach Frauen, die in einem patriarchalischen System, in dem das weibliche Geschlecht ansonsten keine gewichtige Rolle spielte, zu "Ärztinnen des Volkes" wurden. Ihr Leben und Wirken, ihre "Künste" und ihr Wissen um Heilpflenzen stehen im Mittelpunkt des Buches.


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