Ruthenische Maultrommel

 
CHF 14.00
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Kleine ruthenische, handgeschmiedete Maultrommel aus Eisen mit weicher Eisenzunge.

Die Maultrommel kann einen sanften aber auch aggressiven, ausgewogenen und sehr obertonreichen Klang haben, je nach Spielweise.

Diese Maultrommeln werden seit Jahrhunderten in gleicher Weise per Hand geschmiedet. Der Schmied der diese herstellt lebt auf einem Berg im Maramures-Gebirge, wirklich wie im Mittelalter und ist einer der letzten seiner Art in Europa, der die Herstellung dieser Maultrommeln noch von Grund auf beherscht. Er führt wirklich jeden Arbeitschritt vom Draht bis zur fertigen Maultrommel von Hand aus, da weder Strom noch andere moderne Werkzeuge vorhanden sind.

Jedes Stück ist ein absolutes Unikat, dadurch kann das Bild leicht abweichen.

Die Maultrommel ist eines der ältesten bekannten Instrumente. Bitte beachtet hierzu auch den Info-Text "Geschichte der Maultrommel" unten.

Länge ca. 4 cm !
Nicht rostfrei!

Die Entwicklung der Maultrommel

Ein kleines Musikinstrument mit durchschlagender Zunge dessen Prinzip traditionell seit vielen Jahrhunderten auf der ganzen Welt verbreitet ist. Obwohl die Maultrommel eines der ältesten Instrumente der Menschheit ist, existieren bei uns nur noch vage Vorstellungen von ihr. Maultrommeln gibt es in vielen verschiedenen Ländern und aus verschiedensten Materialien, wie z.B. Metall, Holz oder auch Knochen.

Die Maultrommel hat ihren Ursprung wahrscheinlich in Asien. Vieles deutet daraufhin, das die ersten Maultrommeln wahrscheinlich aus Holz (Bambus) gefertigt wurden. Die älteste, bis jetzt gefundene Maultrommel, stammt aus Sibirien, ist aus Knochen und ca. 2500 Jahre alt. In Europa ist der älteste Fund aus Ostfrankreich und wurde 1868 bei Rouen gefunden. Fünf Maultrommeln aus Bronze gallisch/römischer Zeit 5.-7. Jh. Ein deutscher Fund aus dem 14.Jh. stammt von der Burg Tannenberg in Hessen, die 1399 zerstört wurde. Im Brandschutt dieser fand man 3 Maultrommeln. Im 1500 war die Maultrommel im deutschen Raum ziemlich bekannt. Dies zeigt z. B. der Maultrommel spielende Hofnarr auf der berühmten Holzschnittfolge aus dem Jahre 1515 von Hans Burgkmair die zu Ehren des Triumphzuges Kaiser Maximilians geschaffen wurde. Desweiteren ist uns ein Holzschnitt aus der Werkstatt des Matthias Apiarius (gest. 1554 in Bern) bekannt auf der ein Esel neben einer Maultrommel zu sehen ist.

Der Aufbau einer Maultrommel

Die Form des Bügels ist regional unterschiedlich, aber das Funktionsprinzip ist überall gleich: Zwischen den Schenkeln eines U-förmigen Rahmens ist eine Blattfeder als Federzunge fixiert, die manuell zum Schwingen angeregt wird. Die Länge der Zunge bestimmt die Tonhöhe des Grundtones, der erzeugt werden kann. In Europa wurde die Maultrommel meistens aus Metall z. B. Eisen, Bronze oder Messing geschmiedet.

Die Spielweise der Maultrommel

Eine mit den Fingern gezupfte elastische Zunge schwingt durch die geöffneten Zahnreihen in den Mundhohlraum des Spielers, der verschiedene Klang wird dort durch Änderung der Mundhöhle erreicht. Zum Musizieren werden die Schenkel, der Maultrommel, leicht an die Schneidezähne gelegt, die Lippen liegen auf den Schenkeln. Die Zähne sind soweit geöffnet, daß die Federzunge leicht in den geöffneten Mundhohlraum schwingen kann, der als Resonanzraum wirkt. Durch Verändern des Mundhohlraumvolumens und seiner Geometrie (entsprechend der Vokalbildung wie bei „a-o-u-ö-e-i“) entsteht ein Ton mit verschiedenem Obertongehalt und Klangspektrum. Durch das gleichzeitige Hindurchblasen bzw. -ziehen von Luft wird dieser Klang verstärkt.

Text von Vehi Mercatus



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